IPPC Standard (= ISPM 15-Vorschrift)

Einfuhrbestimmungen

Im Rahmen des internationalen Pflanzenschutzabkommens (IPPC = International Plant Protection Convention) wurde ein Standard für Holzverpackungsmaterial festgelegt, um Quarantäneauflagen unterschiedlicher Länder zu erfüllen.  Hier die wichtigsten Informationen dazu, die für Verpackungsmaterialien aller Art, die aus Laub- und Nadelholz bestehen, gelten:
  • Das Holz muss frei von Rinde und Insektenbefall sein.
  • Das Holz muss einer Hitzebehandlung unterzogen werden und dabei für mindestens 30 Minuten eine Kerntemperatur von 56° erreichen.
  • Das Holz muss mit einem IPPC-Stempel (genauere Informationen s.u.) versehen sein, der Hinweise für das Behandlungsverfahren, das Herkunftsland und den überwachenden Pflanzenschutzdienst sowie eine Registriernummer des Behandlungs- oder Verpackungsbetriebes enthält.
  • Es darf keine rote Farbe verwendet werden.
  • Es gibt keine zeitliche Befristung für die Gültigkeit der IPPC-Behandlung.
  • Es ist kein zusätzliches Pflanzengesundheitszeugnis erforderlich.
  • Die IPPC-Behandlung schreibt keinen bestimmten Holzfeuchtegrad vor.

Als Nachweis für obige Behandlung ist auf der Ware auf zwei gegenüberliegenden Seiten der Stempel angebracht. Ebenfalls wird die IPPC-Behandlung auf dem dazugehörigen Lieferschein bestätigt. Wie bereits oben angegeben, ist hierfür kein zusätzliches Pflanzengesundheitszeugnis mehr erforderlich. Der Stempel auf der Verpackung und die Bestätigung auf dem Lieferschein reichen aus und ermöglichen erfahrungsgemäß eine problemlose Aus- bzw. Einfuhr.

Bei Lieferungen die nur aus Schnittholz bestehen und nicht gestempelt sind, erhalten Sie von uns eine Kopie des Behandlungsprotokolls mit allen notwendigen Aufzeichnungen (Temperatur, Datum, Zeit). Holz mit einer Stärke von weniger als 6mm sowie Holzwerkstoffe (Span-, Tischler-, Faserplatten, Sperrholz etc.) unterliegen nicht den Anforderungen des ISPM Nr. 15.

Unser Betrieb ist seit 07.08.2002 zertifiziert, nach IPPC zu behandeln. Uns wurde in diesem Zuge eine amtliche Registriernummer zugeteilt, mit der die behandelten Holzverpackungen gekennzeichnet werden (IPPC-Stempel). Die Prüfung der Trockenkammer und der Temperaturmesseinrichtungen erfolgt jährlich vom TÜV bzw. einer vom Amt anerkannten Institution. Zudem erfolgt ebenfalls jährlich eine Buch- und Betriebskontrolle vom Amt für Landwirtschaft und Forsten. Hier wird die Aufbewahrung der Trocknungsunterlagen, wie Trocknungsprotokoll, Lieferscheine usw. geprüft. Zusätzlich wird stichprobenweise die Lagerung, sowie die ordnungsgemäße Anbringung der Stempel kontrolliert.  

Genauere Informationen zur Stempelung:
Die Kennzeichnung (IPPC-Stempel) muss entsprechend dem Standard folgende Angaben enthalten:
  • das Symbol des IPPC (Ähre)
  • die vollständige Registriernummer (darin ist auch das Kürzel für das Land und ggf. Bundesland enthalten)
  • Abkürzung für die Maßnahme (HT für Hitzebehandlung oder MB für Methylbromid Begasung)

Die Angaben müssen von einem regelmäßigen Rechteck umschlossen sein. Das Symbol des IPPC muss sich links von den übrigen Angaben befinden und von diesen durch eine Linie getrennt sein.

Ländervorschriften

Es folgt eine Zusammenfassung der Länder, die den IPPC - Standard fordern bzw. in naher Zukunft umsetzen werden. Hierbei werden die wesentlichen Anforderungen im Überblick, sowie der Zeitpunkt der Umsetzung aufgeführt.
  • Ägypten:
    Umsetzung des IPPC-Standards (ISPM 15) seit 01.10.2005
  • Algerien:
    Seit 05.08.2009 Umsetzung des ISPM 15.
  • Argentinien:
    Seit 01.06.2005 Umsetzung des ISPM 15.
  • Australien:
    Umsetzung des IPPC-Standards ISPM 15 seit 01.09.2004. Das Holz muss vollständig frei von Rinde sein. Eine Packing Declaration ist zusätzlich abzugeben. Alternativ können die australischen Vorschriften für Cargo Container angewandt werden. Dann gilt bei Trocknung oder Begasung allerdings die 21-Tage-Frist für den Versand.    Für Sperrholz gilt, nicht jedoch für andere Holzwerkstoffe, dass Sperrholz innerhalb von 3 Monaten nach der Herstellung versendet werden muss. Ausnahmen: Sperrholz aus Fiji, Indonesien, Malaysia, Philippinen, Singapur, Thailand, Vanuatu und West-Samoa ist innerhalb von 21 Tagen nach der Herstellung zu versenden.
  • Bolivien:
    Bolivien führt den ISPM 15 Standard ab dem 03.09.2005 ein.
  • Brasilien:
    Umsetzung des ISPM 15 zum 16.05.2006
  • Chile:
    Seit 01.06.2005 Umsetzung des IPPC-Standards ISPM 15, sowie frei von Rinde
  • China:
    1:1-Umsetzung des IPPC-Standards zum 01.01.2006. Kein Pflanzengesundheitszeugnis mehr erforderlich! Nichtholz-Erklärung entfällt ebenfalls. Es ist zudem entrindetes Holz zu verwenden. Die Markierung der Holzpaletten/Holzpackmittel muss beim Öffnen des Containers sichtbar sein. 
  • Costa Rica:
    Seit 19.03.2006 gilt die Vorschrift ISPM15
  • Dominikanische Republik:
    Für Holzverpackungen ist seit 01.07.2006 der ISPM 15 anzuwenden.
  • Ecuador:
    Seit 30.09.2005 Umsetzung des ISPM 15.
  • Elfenbeinküste:
    Beschränkungen für Materialien, die Krankheiten ins Land schleppen können. Für Verpackungen wird ein Pflanzengesundheitszeugnis verlangt.
  • EU:
    Innerhalb der EU findet der ISPM 15 keine Anwendung. Für Lieferungen aus Drittländern mit Ausnahme der Schweiz gilt der ISPM 15 seit 01.03.2005. Es ist entrindetes Holz zu verwenden. Für Packmittel aus Vollholz aus europäischen Drittländern, die als Waren (not in use) eingeführt werden, bestehen keine Anforderungen.
  • Französisch-Polynesien:
    Ab 2006 Übernahme des IPPC-Standards.
  • Georgien:
    Umsetzung des IPPC-Standards ISPM 15  seit 25.01.2010.
  • Guatemala:
    Umsetzung des ISPM 15 seit 26.05.2005.
  • Honduras:
    Bei Lieferungen von Holzpackmitteln nach Honduras ist seit 25.02.2006 der ISPM15 anzuwenden.
  • Indien:
    Seit 01.11.2004 gilt 1:1 Übernahme des IPPC-Standards ISPM 15. Entrindetes Holz. Keine Anforderungen an Holzwerkstoffe.
  • Indonesien:
    Umsetzung von ISPM15 ab September 2009. Es ist eine Packing Declaration abzugeben.
  • Iran:
    Umsetzung des ISPM15 seit 01.01.2010.
  • Israel:
    Umsetzung des ISPM15 ab 23.06.2009.
  • Jamaika:
    Umsetzung von ISPM15 ab 01.01.2010.
  • Japan:
    Umsetzung von ISPM15 ab 01.04.2007.
  • Jordanien:
    Seit 12.01.2006 Übernahme des IPPC-Standards.
  • Kamerun:
    Seit 2006 Übernahme des IPPC-Standards.
  • Kanada:
    Übernahme des IPPC-Standards ISPM 15 seit 02.01.2004. Entrindetes Holz, frei von Schädlingsbefall sowie Anzeichen davon.
  • Kasachstan:
    Umsetzung des ISPM15 seit 01.07.2010.
  • Kenia:
    Einführung des ISPM 15 ab 01.01.2006.
  • Kolumbien:
    IPPC-Standard ISPM 15 ab 15.09.2005.
  • Kuba:
    IPPC-Standard ISPM 15 ab 01.10.2008.
  • Kroatien:
    Bei Lieferungen von Holzpackmitteln ist ab 01.01.2007 der ISPM 15 anzuwenden
  • Lesotho:
    IPPC-Standard ISPM15 seit 01.10.2010.
  • Libanon:
    Für Lieferungen von Paletten und Holzpackmitteln ist ab 09.03.2006 der ISPM 15 anzuwenden
  • Malaysia:
    Einführung des ISPM 15 ab 01.01.2010. 
  • Mexiko:
    Seit 16.9.2005 gilt ausschließlich ISPM 15.
  • Mosambik:
    Umsetzung des ISPM 15 seit 01.06.2009.
  • Neuseeland:
    1:1 Übernahme des IPPC Standards ISPM 15 seit 16.04.2003. Frei von Rinde, Erdreich und Schädlingsbefall. Alternativ können die neuseeländischen Vorschriften angewandt werden.
  • Nicaragua:
    Nicaragua plant, den ISPM15 Standard einzuführen. Es wird empfohlen, ab sofort nur hitzebehandelte Holzverpackungen zu versenden.
  • Nigeria:
    Umsetzung des IPPC-Standards ISPM 15 seit 30.09.2004.
  • Norwegen:
    Umsetzung des ISPM 15 ab 01.01.2008.
  • Oman:
    Umsetzung des ISPM15 ab 01.12.2006
  • Panama:
    Seit 17.02.2005 Umsetzung des IPPC Standards ISPM 15.
  • Paraguay:
    Einführung des ISPM15 ab 16.11.2005.
  • Peru:
    Ab 01.09.2005 Umsetzung des ISPM 15.
  • Philippinen:
    Umsetzung des IPPC-Standards ISPM 15 seit 01.01.2005. Kennzeichnung mit dem IPPC-Logo erst ab dem 01.07.2005.
  • Russland:
    Umsetzung des ISPM15 seit 01.07.2010.
  • Samoa:
    Umsetzung des ISPM15 ab Juli 2007.
  • Schweiz:
    Umsetzung des IPPC-Standards ISPM15 zum 01.03.2005. Die Einhaltung gilt jedoch nicht für EU-Mitgliedsstaaten.
  • Senegal:
    Umsetzung des IPPC-Standards ISPM 15 seit 15.08.2010.
  • Seychellen:
    Für Holzverpackungen ist seit 01.03.2006 der ISPM 15 anzuwenden.
  • Sri Lanka:
    Einführung des ISPM 15 ab 08.03.2010.
  • Südafrika:
    Umsetzung des IPPC-Standards ISPM 15 seit 01.01.2005
  • Republik Südkorea:
    Seit 01.06.2005 Übernahme des IPPC-Standards ISPM 15. Bei Wiederverwendung der Holzverpackung hat eine erneute Behandlung sowie Kennzeichnung zu erfolgen.
  • Surinam:
    Umsetzung des ISPM 15 ab 15.06.2010.
  • Syrien:
    Bei Holzpackmittel, die ab 01.04.06 in Syrien eintreffen, ist der ISPM 15 anzuwenden.
  • Taiwan:
    Umsetzung des IPPC-Standards ab 01.11.2005 empfohlen.
  • Trinidad und Tobago:
    Umsetzung des ISPM15 empfohlen.
  • Türkei:
    Umsetzung des IPPC-Standards ISPM 15 ab 01.01.2006. Verwendung von entrindetem Holz.
  • Ukraine:
    Umsetzung des ISPM15 ab 01.10.2005.
  • Uruguay:
    Umsetzung des ISPM 15 zum 15. August 2005.
  • USA:
    Seit 16.09.2005 gilt nur noch ISPM15. Zurückweisung der Ware bei Nichteinhaltung.
  • Usbekistan:
    Umsetzung von ISPM15 empfohlen.
  • Venezuela:
    Umsetzung des IPPC Standards ISPM 15 seit 02.05.2005.
  • Vietnam:
    Umsetzung des ISPM15 seit 05.06.2005.
  • Weißrussland:
    Umsetzung von ISPM15 seit 01.07.2010.
Für andere Staaten sind keine Bestimmungen bekannt.

Quelle: HPE     Stand:  01.08.2013
Bitte beachten Sie, dass alle o.g. Angaben ohne Gewähr sind!